Die Malerin Rut Kohn wurde 1937 in Třebušice (Triebschitz) bei Most (Brüx) geboren. In den Jahren 1953-1957 studierte sie an der pädagogischen Schule in Prag. 1967 emigrierte sie mit ihrer Familie nach Deutschland. Erst in München begann ihre Karriere als Malerin und Illustratorin, hier hatte sie 1977 ihre erste große Ausstellung. Im Jahr 1991 erhielt sie von der Stadt München den angesehenen Seerosenpreis.

Seit 1990 kann sie wieder in ihrer Heimat ausstellen. Vom tschechischen Staat erhielt sie 2006 für ihr Schaffen die Auszeichnung „Bedeutende tschechische Frau in der Welt“.

In ihrem künstlerischen Schaffen widmet sich Rut Kohn v.a. der Zeichnung, der Aquarell- und Ölmalerei sowie der Malerei auf Sperrholz, eine von ihr selbst entwickelte Technik.

Ein weiterer Bestandteil ihres Werkes sind Buchillustrationen: Sie illustrierte u.a. die deutsche Ausgabe von Johann Amos Comenius „Das Labyrinth der Welt“ sowie den 2011 im Verlag Stutz (Passau) erschienenen „ Blumenstrauß, eine Sammlung alter böhmischer Sagen“, das wohl bekannteste Werk des tschechischen Dichters, Schriftstellers und Historikers Karl J. Erben (1811- 1870).

Von 2006 bis 2012 gestaltete Rut Kohn den gesamten Innenraum der Kapelle in Grillenöd mit einem ihr eigenen Kosmos aus.

 

Rut Kohn lebt im niederbayrischen Rottal.

 

Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen u.a. in:

Basel, Berlin, Burghausen, Deggendorf, Eggenfelden, Erlangen, Ingolstadt, Innsbruck, Kloster Asbach, Kuttenberg, Landshut, München, Marienbad, Neuburg/Inn, Paris, Passau, Pfarrkirchen, Písek, Prag, Salzburg, Stuttgart, Zürich